„Die Kinder Húrins“ von J.R.R. Tolkien

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Einen schönen Donnerstag euch allen! Ich möchte euch heute meine Meinung zu Tolkiens „Die Kinder Húrins“ erzählen. Das Buch stand schon seit langer Zeit in meinem Regal, aber nachdem ich von „Das Silmarillion“ eher weniger begeistert war, habe ich das Lesen von diesem Roman immer wieder aufgeschoben. Jetzt wo ich es endlich gelesen habe, bin ich froh dass ich es damals in einem kleinen Comic-Laden gefunden habe!

Worum geht’s? In der Welt des ersten Zeitalters wird die Macht des dunklen Feindes Morgoths immer stärker und sein Schrecken breitet sich weiter über die Lande Beleriands aus. Ein Opfer dieser Schreckenstat wird der Mensch Húrin, welcher von Morgoth in Ketten gelegt wird. Die Jahre vergehen und sein Sohn Túrin macht sich auf in den Kampf gegen das Böse. Doch neben Morgoth selbst gibt es noch weitere Feinde die unter seiner Macht den Tod und unheilvolles Leid über die Länder bringen.

Buchdeckel „978-3-608-93762-6
Quelle

Zunächst möchte ich einige Worte zu der Ausgabe dieses Buches schreiben. Wir auch schon bei anderen Veröffentlichungen von Tolkien, finden wir wieder weitaus mehr vor, als nur eine Geschichte. Ein schöner Anhang mit Stammbäumen, Karten, Glossar, ein ausführliches Nachwort zur Entstehung dieses Buches und wundervolle Zeichnungen von Alan Lee füllen dieses Buch und zeigen dem Leser, mit wie viel Hingabe diese Texte veröffentlicht werden. Zu den Stammbäumen und Karten muss ich sagen, dass ich wirklich froh bin, dass es sie gibt, denn ich habe mehr als einmal einen Blick drauf werfen müssen, um die Geschehnisse genauestens nachverfolgen zu können. Und ausnahmsweise werde ich auch ein Wort zur Gestaltung des Covers verlieren: Das Buch hat einen sehr schönen verzierenden Goldrand, welches die Illustration von Alan Lee umgibt. Diese Bild passt natürlich auch zu den Bildern die wir im Buch finden. Das Cover finde ich wunderschön und es freut mich, dass auch das im Juni erscheinende Buch „Beren und Lúthien“ das gleiche Design haben wird.

Da ich vor einigen Jahren bereits das Lesen von „Das Silmarillion“ nach 150 S. aufgegeben habe, hatte ich zunächst etwas Angst davor, dass mir dieses Buch ebenfalls nicht zusagen würde, da ein Teil der Geschichte bereits als Teil des Silmarillions veröffentlich wurde. Doch schon nach den ersten paar Seiten wurde mir klar, dass diese Angst hier unbegründet ist. Der Schreibstil und die Geschichte konnten mich von Anfang an packen und mich in die Welt von Tolkien entführen. Die unzähligen Wesen, Orte und Ereignisse faszinieren mich immer wieder und ich finde es meisterhaft, wie Tolkien das alles in seinen Büchern miteinander verbindet. Und ich muss sagen: nachdem ich „Die Kinder Húrins“ beendet habe, war mir klar: Ich gebe dem Silmarillion noch eine dritte Chance. Ich will mehr von dem ersten Zeitalter wissen, will mehr Heldengeschichten und mehr von den Erschaffungen Tolkiens!

Auch in diesem Buch werden wieder sehr sehr viele Namen und Orte erwähnt, die recht ähnlich klingen. Jedoch kam ich in diesem Buch damit viel besser zurecht, da dieses Buch sich (im Gegensatz zu Silmarillion) nur auf ein Ereignis im Krieg gegen Morgoth konzentriert. Hierbei handelt es sich vor allem um den Kampf von Túrin, Húrins Sohn. Die Tochter Nienor tritt zwar erst gegen Ende des Buches richtig in Erscheinung, jedoch hat sie hier einen wichtigen Einfluss auf die Geschichte, so dass der Titel des Buches doch noch passend wird. Davor fand ich den Titel immer etwas unpassend, da es wie gesagt hauptsächlich um Túrins Abenteuer ging. Übrigens möchte ich an dieser Stelle erwähnen, dass man es lieber lassen sollte, das Kapitelverzeichnis zu lesen, da dieses meiner Meinung nach, viel zu viel verrät.

Ich kann leider an dieser Stelle nicht mehr zu diesem Buch sagen, außer dass ich es wirklich sehr  gut gefunden habe und es jedem Tolkien-Fan weiterempfehlen kann muss! Und auch sonstige Fans des Fantasy Genres werden sicherlich ihre Freude mit dem Buch haben.


„Die Kinder Húrins“ | J.R.R. Tolkien | Klett Cotta | 336 Seiten

6 Kommentare Gib deinen ab

  1. solera1847 sagt:

    Das klingt ermunternd, denn ich bin im Hörbuch von ‚‚Silmarillion“ auch irgendwann einfach hängen geblieben in der schier unendlichen Auflistung von Namen und Begebenheiten, die keinem direkten erkennbaren Zweck zugeführt wurden. Vielleicht sollte ich mich noch einmal daran wagen.

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    1. Pialalama sagt:

      Das Problem bei „Silmarillion“ ist eben, dass es keine ganze Geschichte ist, sondern nur eine Sammlung von unvollendeten Handlungen. In „Die Kinder Hurins“ schreibt Tolkiens Sohn, der die Bücher herausgegeben hat, dazu noch extra einige Seiten, da auch er der Meinung ist, dass das Silmarillion Recht schwer zu lesen ist. Liebe Grüße!

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  2. sireadhblog sagt:

    Ich habe „Das Silmarillion“ unter den alten Romanen meines Vaters gefunden und war nach den „Der Herr der Ringe“ Büchern total happy, dass es noch ein Buch von Tolkien gibt. Als ich es dann aber angefangen habe zu lesen kam es mir ein bisschen wie eine Bibel vor XD. Von anderen Teilen wusste ich ehrlich gesagt noch gar nichts, aber ich hab „Die Kinder Húrins“ durch deine Rezi schon mal meiner Buch-Wunschliste hinzugefügt 😉

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    1. Pialalama sagt:

      Hallo 🙂 Genau das war auch mein Gedanke: Das ist wie in der Bibel. Die ganze Nachkommen die da aufgezählt werden und das Alles. Das Silmarillion ist eben auch keine in sich geschlossene Geschichte sondern eine große Sammlung unvollendeter Werke. Das macht es dann natürlich nochmal etwas schwerer.
      Hach, sowas höre ich natürlich gerne! Liebe Grüße!

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