Jolie-Mittwoch #1: Rap-Business und Style.

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Mein Blog ist noch nicht sonderlich alt und trotzdem hatte ich in letzter Zeit das Gefühl, dass die Luft jetzt schon draußen ist. Letzten Sommer, da hatte ich nichts zu tun, da kam mir die Idee mit dem Blog gerade gelegen und ich habe drauf losgepostet als gäbe es kein Morgen mehr. Ich erinnere mich noch daran, wie aufgeregt ich war, wie ich herumgehüpft bin bei meinem ersten „Like“. Vom ersten Follower will ich erst gar nicht anfangen…
Naja und jetzt? Ich poste 1 bis 2 mal in der Woche was, die Uni ist schuld. Jeden Sonntag gibt’s die Flow-Challenge, wenn’s gut geht, schaff ich’s noch mein Buch rechtzeitig zu Ende zu lesen und eine Rezension zu schreiben. Etwas mager, oder nicht?  Also, ist die Luft jetzt raus? Soll ich euch etwa über mein Biologie Studium berichten? Euch den Titel, Preis und Autor zu jedem Neu-gekauftem Buch zeigen, ohne weiteren Infos?
Nein, ich hab‘ da was anderes. Was Besseres. Etwas, dass auch mich schon beim Schreiben zum Lachen bringt. Und euch hoffentlich auch!

Während ich gestern meine Anti-Mitesser-Stripes aus der Nase vertrocknen hab lassen, bin ich mal meine alte Jolie-Zeitschrift durchgegangen und hab ein Interview mit Namika überflogen. Und dann stand da diese Frage: „Wie fühlen Sie sich als Frau im Rap-Business?“  und im Kopf habe ich diese Frage natürlich gleich mal auf mich bezogen. Also warum nicht gleich das ganze Interview? Ich hätte auch ja auch ein Star werden können… *hust*

Also lest nun hier das erste Interwiev zum Jolie-Mittwoch!


Lieblingsmensch. Was bedeutet der Begriff für Sie? Also so rein von der Definition her, ja, da ist das ein Mensch den man liebt. Aber die Person steht an der Spitze der Liste. Meinen Lieblingsmenschen verteidige ich, den bringe ich zum Lachen, den tröste ich, für den bin ich immer da, für den koche ich zu essen und dem helfe ich freiwillig aufzuräumen. Zu meinem Lieblingsmenschen wird man, wenn ich weiß, dass diese Person das alles auch für mich tun würde.

Welcher Typ Mensch nervt Sie? Menschen, die einfach die Meinung anderer Leute kopieren, dann aber selbst keine Argumente haben, diese Meinung auch zu verteidigen.  Und Personen, die mit Menschen  mit Migrationshintergrund so reden, als wären sie nicht dazu in der Lage jemals deutsch zu lernen. Wenn jemand seit 50 Jahren im Schwabenland wohnt, dann versteht der schwäbisch. Da muss man nicht jedes Wort in zweitklassigem hochdeutsch extra deutlich, extra ausgedehnt, extra betont aussprechen. Und bei Menschen die vielleicht erst seit kurzem hier wohnen: Denen bringt es dann auch nicht viel, wenn ihr ihnen gegenüber plötzlich damit anfangt selbst keine deutsche Grammatik mehr anzuwenden…

Ist schreiben ihre Therapie? Therapie für was? Was wird mir hier unterstellt? Es war nur EIN Buch, nur eines, ja. Und das war im Angebot.

Wie finden Sie wieder zu sich selbst? Hierzu muss ich erstmal sagen: In meinem Kopf schwirrt gerade der Gedanke, dass diese Frage anders gemeint sein könnte, als ich sie verstehe. Aber wahrscheinlich soll das hier wirklich eine „Spirituell Frage“ sein.  Also. Ich muss nicht zu mir selbst finden, und wenn dann hoffentlich nur einmal im Leben, weil wenn ich mich oft verlieren würde, dann würde hier wirklich etwas schief laufen…. Oder war das jetzt doch was Sexuelles? Ich mein, ihr seid Jolie, die Zeitschrift mit den Artikeln die Menschen zum Fremdgehen animieren sollen…und ich bin ja ein Star, da werden eh alle Grenzen ignoriert…

Wie fühlen Sie sich als Frau im Rap-Business? Isch geil. Als Frau, da werden die bösen Rhymes gleich viel weniger ernst genommen. Da kann ich jeden Müll in den Song packen, mir wird das nur halb so übelgenommen. Wobei der Rap sich in dieser Hinsicht ja eh etwas geändert hat…Ich mein, wir sind ja jetzt nicht mehr so knallhart wie früher…

Haben sie Vorbilder in Sachen Style?  Wie jetzt? In Sachen Rap? Oder ist das hier einfach nur ne sehr schlecht übergeleitete Frage? Im Rap, da brauch ich kein Vorbild. In Sachen Style: Ich bin da eher so n Mix-Tape, eh Typ…ich lass mich zwar viel von außen inspirieren, aber so ein wirkliches Style Vorbild hab ich nicht…Wer in der Mode mit Kopieren anfängt, der braucht in der Musik auch nicht mehr lange, also lass ich davon lieber die Finger weg…

Was machen Sie, wenn Sie mal freihaben und nicht wieder unterwegs sind? Lernt man bei der Jolie eigentlich nix von Übergängen? Aber,gut. Wenn ich mal frei habe, was eher schwer ist – sie wissen ja, ich bin ne Business-Frau, dann les ich daheim gerne ihre Zeitschrift, oder – ich hoffe das schadet jetzt nicht meinem Image als Rap-Queen- ich lese mal nen Roman. Vielleicht sogar einen anspruchsvollen.


Das War es auch schon & ich hoffe, euch gefällt diese Idee! Nächste Woche geht es weiter!

Liebe Grüße,

Pia!

Das Original-Interview mit Namika und Madeline Juno findet ihr in der Jolie Ausgabe Juni 2016 auf Seite 48/49.

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