„Das irrationale Vorkommnis der Liebe“ von Ali Hazelwood

Im Sommer habe ich bereits Ali Hazelwoods Erfolgsroman „Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe“ gelesen & war voller Begeisterung. Da musste ich natürlich unbedingt ihren nächsten Roman, der bereits wenige Monate später nun im September erschien, ebenfalls lesen. Ob mich ihr zweiter Liebesroman genauso überzeugen konnte lest ihr wie immer weiter unten!

Worum geht’s? Bee Königswasser ist Neurowissenschaftlerin und hofft mit einem neuen Projekt bei der NASA auf einen Karrieresprung. Der Marie-Curie Fan soll das Traumprojekt leiten, doch dann erfährt sie, dass ihr Co-Leiter Levi Ward sein wird: Der Mann, der Sie an der Uni gekonnt ignoriert und schikaniert hat. Und auch nun scheint die Zusammenarbeit unter dieser Rivalität zu leiden. Doch dann kommt einiges anders als Gedacht, das Projekt droht zu kippen und Bee findet sich in einer neuen Gefühlslage wieder.

Ja! Ja! Ja! Ich liebe dieses Buch. Ali Hazelwood hat wieder wunderbare Charaktere geschaffen, die ich allesamt ins Herz geschlossen habe. Insbesondere Rocío mit ihrer Liebe zu morbiden Themen und natürlich Schrödinger und Félicette, die eine nicht ganz unwichtige Rolle bei den Ereignissen spielen. Die Geschichte hat mich nicht nur mit äußerst amüsanten Stellen in ihren Bann gezogen: Auch der spannende Plot um das NASA-Projekt und vor allem auch die Ereignisse in Sachen Liebe haben mich das Buch nicht weglegen lassen. Natürlich die Liebe! Dazu hat die Autorin noch eine ganze Portion wichtiger Themen geschickt mit eingebunden. Denn es geht auch hier wieder um Frauen in einer Männerdominierten Umgebung, um Frauen in MINT-Fächern, um Ungerechte Behandlungen und noch vieles mehr. Dabei verliert der Roman jedoch nichts an Leichtigkeit oder Heiterkeit. Was will man mehr?! Klar, das eine oder andere ist auch hier wieder vorhersehbar gewesen, aber diesmal eher auf die gewollte Art. So sehr ich dieses Buch nun liebe und auch allen in die Hand drücken möchte, will ich dennoch ein paar weitere Gedanken teilen: Bei genauerem Betrachten kommt einem der andere Roman „Die theoretische Unwahrscheinlichkeit der Liebe“ im Aufbau und bezüglich des Character-Buildings ziemlich ähnlich vor. Mich persönlich stört dies keineswegs, ich würde die Story wahrscheinlich noch in zehn anderen Versionen lesen, dennoch möchte ich es erwähnt haben. Diese Ähnlichkeit hat sich allerdings auch in meinem letzten Kritikpunkt bei DTUDL widergespiegelt: Eine super krasse Wissenschaftlerin , die sich für mehr Gerechtigkeit einsetzt und bei Momenten von „SchniedelreferenzTM“ mit den Augen rollt, wird in Sachen Liebe plötzlich wieder zu einer total verunsicherten Person, die sich in den Kopf setzt alles richtig zu deuten á la: „DER kann doch NIEMALS MICH meinen?!“ Ist das so typisch? Ein Frau die sich ihrer beruflichen Stärke und all den Ungerechtigkeiten bewusst ist, kann im privaten Leben ihre Stärken und ihren Wert nicht erkennen? Grrr…. Das war dann aber auch so ziemlich der einzige Punkt wo ich mit den Augen gerollt habe. Für mich überwiegen definitiv die tollen Charaktere, der Humor und die Kampfansage an das System. Und natürlich der Katzen-Content!

Fazit: Ein toller Roman, der mich trotz ein paar Schwächen wieder in seinen Bann gerissen und unheimlich viel zum Lachen gebracht hat. Mit Charakteren die man ins Herz schließt und wichtigen Themen die aktueller denn je sind!


„Das irrationale Vorkommnis der Liebe“ | Ali Hazelwood | rütten & loening | 453 Seiten

Ich bedanke mich herzlich beim Aufbau-Verlag für das Rezensionsexemplar. Der Text wurde aus dem englischen übersetzt von Anna Julia Strüh und Christine Strüh. Unbezahlte Werbung.

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