„Adams Erbe“ von Astrid Rosenfeld

Vor Kurzem habe ich wieder einen Roman von meinem SUB befreit und heute möchte ich euch von diesem tollen Buch berichten! Es ist schon jetzt eines meiner Lesehighlights aus diesem Jahr und wird sicherlich zu den Büchern im Regal gehören, die da nie wieder fehlen dürfen. Es geht um „Adams Erbe“ von Astrid Rosenfeld, welches bereits 2013 veröffentlicht wurde.

Worum geht’s? Edward Cohen darf sich seit Kindheitstagen immer wieder anhören, dass er diesem Adam von damals so ähnlich sieht. Egal in welchem Lebensabschnitt, der Name Adam begleitet ihn ständig. Und wenn der Name fällt, scheint man ihn immer schnell wieder vergessen zu wollen, insbesondere der Großvater scheint zu leiden. Auf dem Dachboden seiner Großmutter, entdeckt der erwachsene Edward nun endlich die Geschichte hinter Adam, der die jüdische Familie Cohen in den 30er Jahren angeblich als Dieb verlässt.

„Adam, immer wieder Adam. Wie ein Refrain zog sich dieser Name durch mein Leben“

Astrid Rosenfeld, Adams Erbe

Was für eine emotionale Reise! Das Buch teilt sich in drei Große Abschnitte auf und zu Beginn begleiten wir Edward Cohen durch sein Leben, angefangen mit seinen Tagen als kleiner Junge. Die Gedanken von Edward sind ehrlich und unerschrocken, wie sie nur von einem Kind stammen können, welches dem Ernst des Lebens noch nicht begegnet ist. Dies gilt auch für den kleinen Adam, dessen Leben wir im zweiten Teil des Buches begleiten. Die Leben der Beiden zeigen viele parallelen und doch entgleisen sie ganz unterschiedlich. Mit dem Älterwerden der Beiden wird der Text ernster und insbesondere Adams Geschichte hat mich sehr berührt und auch betrübt. Denn die Familie Cohen ist jüdisch und Adam erlebt mit seiner Familie das Erwachen und die Schrecken des Nationalsozialismus der 30er und 40er Jahre.
Alle Figuren in diesem Roman haben einen ganz besonderen Charakter und sind mir auf die eine oder andere Weise ans Herz gewachsen. Besonders angetan haben mir es unter anderem die Großmütter der beiden. Jede Beziehung hat hier ihre eigene Besonderheit und Wichtigkeit.

Rosenfeld hat eine ganz besondere Art zu schreiben, die mir auch in ihrem Werk „Kinder des Zufalls“ begegnet ist. Sie schreibt mit Humor, ohne respektlos zu wirken und dann wieder mit einem Ernst, der einen in der Seele berührt. Bereits mit dem ersten Satz in ihrem Buch konnte sie mich in den Bann dieser Geschichte ziehen und mich mit ihrer Sprache verzaubern.

Fazit: Astrid Rosenfeld gelungene Mischung aus schonungslosem Humor und betrübtem Ernst hat dieses Buch zu etwas ganz Besonderem für mich gemacht! Diese Geschichte sollte jeder gelesen haben!


„Adams Erbe“ | Astrid Rosenfeld | Diogenes Verlag | 400 Seiten

Unbezahlte Werbung, selbstgekauft.

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