Der Buchpreis & ich. Der monatelange Hype mit Happy-End.

Jedes Jahr gerät die Literaturwelt inklusive der Buchblogger aus dem Häusschen. In einer Zeit von Instagram und Co. noch stärker denn je. Welche Bücher kommen auf die Longlist? Welche auf die Shortlist? Und wer ist letztendlich der Gewinner des deutschen Buchpreises? Ich konnte diesen Hype noch nie so ganz nachvollziehen und damit scheine ich nicht alleine zu sein, wenn ich an die Reaktion auf einen entsprechenden Instagram-Eintrag von mir denke. Das hat mich dazu verleitet, mir noch mehr Gedanken zu diesem Thema zu machen und diesen Beitrag zu schreiben.

Was ist der deutsche Buchpreis?

Zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse vergibt der Börsenverein des deutschen Buchhandels seit nunmehr 15 Jahren den dbp. Der Börsenhandel ist nicht nur der Veranstalter der Frankfurter Buchmesse und des dbp, sondern auch beteiligt an der Leipziger Buchmesse und weiteren Preisauszeichnungen. Die Jury wird jedes Jahr von der Akademie deutscher Buchpreis neu gewählt und besteht i.d.R. aus Journalisten, Schriftstellern und Buchhändlern. Die Jury wählt aus den Buchvorschlägen von Verlagen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz eine sogenannte Longlist mit 20 Buchtiteln. Aus dieser Longlist werden dann wiederum 6 weitere Bücher auf die Shortlist gewählt. Letztendlich wird ein Gewinner gewählt. Als hochrangiger Buchpreis liegt das Preisgeld bei 25.000€. Die 5 weiteren Finalisten der Shortlist erhalten jeweils 2500€. Die Idee ist natürlich, den ausgewählten Büchern, Autoren und damit verbundenen Verlagen mehr Publizität zu bringen. Und hier ist der Punkt, an dem ich mich gefragt habe: Ist das denn wirklich so?

Der monatelange Hype mit Happy End.

Monatelang dauert das Auswahlverfahren der Jury. Immer schön begleitet von den Medien, natürlich von den Verlagen und auch Buchbloggern. Plötzlich tauchen überall Fotos von den Bildern auf, Blogger haben das Verlangen diese Bücher zu kaufen ( von denen meist davor nichts gehört wurde) und sich in weitere Leseabenteuer zu stürzen. Es gibt gemeinsame Lese-Aktionen, Verlosungen und so weiter. Der Tag vor der Bekanntgabe der Shortlist entwickelt sich dann nochmal zu einem Event aus Insta-Stories und Umfragen „Was denkt ihr, welche Bücher schaffen es?“. Ich denke mir: keine Ahnung. Ich hab keines der 20 Bücher gelesen. Interessant finde ich hier schon, dass die Grundauswahl der gelesenen Büchern hier schon sehr ähnlich ist. Umso größer dann die Enttäusch am nächsten Tag, wenn scheinbar nur eins oder zwei der davor so gehypten Bücher tatsächlich auf der Shortlist landen. Dann wird der Gewinner gewählt, es wird noch mal fleißig gekauft, gelesen und empfohlen. Und dann? Naja, ich sag es mal so: Ich habe – bis auf fünf- keinen der Titel, aus den letzten sieben Jahren jemals wieder auf einem Instagram-Kanal entdeckt oder auf einem Blog (damit meine ich fünf aus 140 Longlist-Titeln, von den Gewinnern kenne ich nur einen). Zwei Bücher habe ich tatsächlich wiedererkannt, da sie auf meiner Wunschliste bei Amazon stehen ( Vorgeschlagen von Amazon, nicht von Bloggern oder Journalisten).

Wie kann es sein, dass dieser monatelange Hype zwar in einem Happy End landet, aber eben in einem End ? Sind die Bücher etwa plötzlich doch nicht mehr der Rede wert? Ich kann es mir nicht vorstellen, auch wenn ich zugeben muss, das die meisten Bücher nicht ganz meinem Genre-Geschmack entspringen. Sind die Bücher doch zu anspruchsvoll für den Alltags-Leser? Mit dieser Frage spiele ich auf vergangene Kritik an den Regularien des Buchpreises an. Damals wurde der Kritik entgegengesetzt, dass man anspruchsvolle Literatur popularisieren möchte. Thriller, Krimis, Sci-Fi, Fantasy und schnörkelige Liebesromane findet man in der Tat kaum oder gar nicht auf der Liste. Weitere Kritik bestand übrigens auch darin, dass der Buchpreis letztendlich nur zur großen Werbung dient, und nicht wirklich dazu, außergewöhnliche Leistungen und Texte zu würdigen. Natürlich führt ein Preis automatisch zu mehr Aufmerksamkeit, was an sich ja auch nichts Schlechtes ist. Aber hier wird vor allem darauf angespielt, dass plötzlich nur noch Bücher der Long- und Shortlist dem Kunden in der Buchhandlung entgegen springen. Schön aufdrappiert, mit Angeboten, Empfehlungstäfelchen usw. Zugegeben, Preisveranstaltungen stehen generell oft unter Kritik, schon allein wenn es darum geht auszumachen, wer denn bestimmen könne, was den tatsächlich besser als anderes ist. Bei einer Jury von gerademal 10 Mitgliedern ist das durchaus eine berechtigte Frage (zum Vgl. andere Jurys bestehen zum Teil auch aus mehreren hundert oder sogar tausend Mitgliedern). Aber hier soll Schluss sein mit der Kritik, denn da könnte man scheinbar noch lange weiter schreiben. Meine Frage, wieso dieser Hype unter Buchbloggern entsteht und die Bücher dann ein Jahr Später eh niemanden mehr interessieren, wird wohl nicht so schnell beantwortet. Aber ich schließe mich eben diesem Hype nicht an: Bücher, die eigentlich nicht meiner Genrewahl entsprechen, die mir zu poetisch und oft zu langatmig sind. Ja, sie sind mir oft viel zu anspruchsvoll. Scheinbar aber auch der Jury: Petra Hartlieb, ehemaliges Jury-Mitglied, wurde letztes Jahr mit ihrer Aussage bekannt, dass sie Bücher lesen müsse, die sie nicht verstehe und wahrscheinlich auch nicht verkaufen könne. Das sagt dann doch schon sehr viel aus.

Ich denke mir immer: So fantastisch sind sie vielleicht doch nicht, wenn man ein Jahr später weder Titel noch Autor wieder erkennt. Oder wie sehr ihr das? Seit ihr Liebhaber des dbp? Kennt ihr noch die Gewinner oder Nominierten der letzten Jahre? Oder schließt ihr euch diesem Hype ebenfalls nicht an?

Ich würde mir wünschen, dass es einen Buch-Preis mit Kategorien gibt. In dem nicht nur die anspruchsvolle Literatur gewürdigt wird, sondern auch mal Krimis und Fantasy Bücher. Mit einer großen, diversen Jury die dann auch aus mehr Lesern und Leserinnen besteht.


Zum Schluss habe ich noch ein paar Links für euch:

Das Archiv des dbp hat mir aufgezeigt, dass ich kaum ein Buch der vergangenen Jahre (wieder) erkenne.

Ein Beitrag der Zeit über das Verschwinden der gehypten Bücher.

Ein ausführlicher Beitrag zur Kritik am dbp.

Die folgenden Links beschäftigen sich mit der oben erwähnten Aussage von Jurymitglied Petra Hartlieb: Ein Video von Swr2 und ein Beitrag der FAZ.

11 Kommentare Gib deinen ab

  1. Anna sagt:

    Ein toller Beitrag, der meine Gedanken sehr gut zusammenfasst!
    Ich habe dieses Jahr zum ersten Mal überhaupt die Leseproben aller Longlist Titel durchgelesen und wow… das ist schon alles sehr speziell und eben überhaupt nicht das, was ich sonst so lese. Deshalb habe ich auch keines der Bücher gekauft bzw. gelesen. Nicht mein Ding. Natürlich ist Lesegeschmack total unterschiedlich und gerade deshalb würde ich mir auch weitere Kategorien für den dbp wünschen, um möglichst vielen Büchern und Autor*innen die Chancen zu geben, derart bekannt zu werden..

    Liebe Grüße!
    Anna

    Gefällt 1 Person

    1. Pialalama sagt:

      Hallo Anna,

      schön, dass die mein Beitrag gefällt! Ich denke Leseproben sind bei sowas immer eine gute Entscheidung! Ich will nicht wissen, wie viele Geldbeutel Leseproben gerettet hätten 😀

      Liebe Grüße,
      Pia!

      Gefällt 1 Person

      1. Anna sagt:

        Da hast du recht!

        Gefällt 1 Person

  2. Hey, dein Beitrag ist super. Natürlich haben wir als Bibliothek die meisten dieser Titel auf Lager, aber ich schließe mich dir an- mir sind die meisten Sachen auch zu speziell. Eben nichts für den Alltag. Ich lese mir gleich ein paar deiner Links durch 🙂

    Gefällt 1 Person

    1. Pialalama sagt:

      Hallo,
      schön dass dir der Beitrag gefällt! Ich sage ja nicht, dass man die Titel nicht austellen sollte oder ähnliches. Es ging nur darum, dass man kurz darauf nichts mehr von den ganzen angepriesenen Büchern nichts mehr hört.

      Liebe Grüße,
      Pia

      Gefällt mir

  3. Fraggle sagt:

    Hm, wie fasse ich meine Gedanken dazu denn mal zusammen? Zumindest sei schon mal vorausgeschoben, dass ich vielleicht etwas ausschweifend werde … 😉

    Ich fange mal mit dem Prozedere des Buchpreises an: Sicherlich kann man jeden Preis im Kulturbetrieb kritisieren, weil die letzliche Preisvergabe immer auch vom subjektiven Eindruck der Jurymitglieder abhängt und in anderer Juryzusammensetzung vielleicht ein anderes Buch gewonnen hätte. Ich sehe daran aber nichts Schlimmes, zumal es durchaus genügend Kriterien gibt, einen Roman wenigstens halbwegs objektiv zu beurteilen.

    Kommen wir zur Aufmerksamkeit, zum „Hype“, wie du es nennst: Schon im Jahr 2007 schätzte der Literaturkritiker Uwe Wittstock, dass es bundesweit so etwa 700 Literaturpreise gibt. Naturgemäß hat man von den meisten dieser Preise nie gehört. Daher finde ich persönlich, vor dem Hintergrund immer weiter sinkender Leserzahlen, absolut legitim, wenn ein Preis versucht, bundesweite Aufmerksamkeit zu erregen. Einen Literaturnobelpreis würde man auch nicht zur Kenntnis nehmen, wenn man den im Hinterzimmer irgendeiner Stockholmer Hafenkneipe verleihen würde. 😉

    Denn ja, natürlich ist die Intention hinter dem Buchpreis, die Bücher bekannter zu machen und die Verkaufszahlen anzukurbeln. Und darin liegt meines Erachtens auch die Begründung dafür, dass man dort eben keine „Thriller, Krimis, Sci-Fi, Fantasy und schnörkelige Liebesromane“ findet. Die Aufgabe des Buchpreises besteht nach meinem Dafürhalten darin, auf Bücher hinzuweisen, die sich eben nicht von selbst verkaufen. Die Fitzeks, Galbraiths bzw. Rowlings, Liu Cixins , George R. R. Martins und Stephenie Meyers dieser Welt – mit dieser Auswahl glaube ich das genannte Spektrum von „Thriller, Krimis, Sci-Fi, Fantasy und schnörkelige Liebesromane“ abgedeckt zu haben 😉 – die verkaufen sich von selbst. Vom literarischen Anspruch mal abgesehen, bei allem Respekt vor den genannten Autorinnen und Autoren.

    Denn eben dieser literarische Anspruch – den jede/r gerne für sich selbst definieren mag – ist es halt auch, der Bücher, die sich nicht von selbst verkaufen, ausmacht. Dass diese Bücher somit häufig nicht den Massengeschmack treffen – von dem ich, ohne es abseits von Verkaufszahlen beweisen zu können, annehme, dass er eher im Bereich leichter verdaulicher Bücher liegt – und somit auch etwas sperriger und nicht für jeden geeignet bzw. zugänglich ist, liegt dann ebenfalls in der Natur der Sache. Aber es muss doch auch nicht alles für alle geeignet sein, oder!? Das gilt dann eben auch für Frau Hartlieb, deren Aussage “ dass sie Bücher lesen müsse, die sie nicht verstehe und wahrscheinlich auch nicht verkaufen könne“ meines Erachtens – ebenfalls wieder bei allem Respekt – mehr über Frau Hartlieb aussagt als über die Bücher. Dann waren die Bücher eben nichts für Frau Hartlieb, das soll vorkommen. Aufgrund der Tatsache, dass man selbst nicht mit den Büchern auf Long- oder Shortlist zurechtkommt, die gesamte Veranstaltung in Zweifel zu ziehen, erscheint mir ein wenig vermessen.

    Und was die Langzeitwirkung des Buchpreises angeht, so habe ich zwei spontane Anmerkungen. Nein, drei. Nein, vier. 🙂

    Erstens: Gilt die Tatsache, dass man nach einiger Zeit weniger über ein Buch hört oder liest, nicht irgendwie für alle Bücher? Wer interessiert sich schon nach einem Jahr für den vorletzten Fitzek-Thriller, wenn derweil zwei neue erschienen sind?

    Zweitens: Wenn du selbst schreibts, dass du – bis auf 5 – von den letzten 7 Preisträgern nie wieder auf diversen Plattformen gehört hast, dann bedeutet das: Von über 71 % der letzten 7 Preisträger hast du ncoh etwas gehört. Ich finde die Quote gar nicht so schlecht. 🙂

    Drittens: Ja, der Buchpreis hat durchaus eine Wirkung. Sasa Stanisic, dessen Namen ich mir ohne die diversen Akzente zu schreiben erlaube, hat von „Herkunft“ bis Ende Januar dieses Jahres einschließlich E-Books fast 275.000 Exemplare abgesetzt, mittlerweile werden das mehr sein. Inger Mahlke stieg mit ihrem „Archipel“ weit nach aben in diversen Bestsellerlisten, Frank Witzels Roman mit dem schwachsinnig langen Titel wurde in diverse andere Sprachen übersetzt und somit in viele Länder verkauft, bekam eine Theateradaption und Frank Witzel eine Lesereise mit x Terminen. „Unter den großen deutschen Literaturpreisen ist der Deutsche Buchpreis zwar der jüngste, es ist aber auch der Preis, der die höchsten Verkaufszahlen mit sich bringt.“ schrieb die „Süddeutsche Zeitung“ mal.

    Viertens: Wenn du meinst, vergleichsweise wenig über die vergangenen Preisträgerinnen und Preisträger bzw. ihre Bücher auf diversen Intstagram-Kanälen bzw. Blogs zu entdecken, dann ist das vielleicht auch das, was man „anekdotische Evidenz“ nennt. Will sagen, nur weil du davon nichts mitbekommst, bedeutet es ja nicht, dass nicht vielleicht doch noch Menschen darüber schreiben, nur eben nicht auf den von dir verfolgten Portalen!? Und das meine ich übrigens völlig wertfrei. 🙂

    In Summe, ich denke, das kam bis hieher raus, bin ich ein großer Verfechter des Buchpreises, auch wenn meine Lektüre der bisherigen Preisträgerinnen und Preisträger ebenfalls überschaubar ist. Aber ich mag den Preis allein deswegen, weil er es einigen wenigen Menschen ermöglicht oder vereinfacht, Bücher zu schreiben, die sich nicht von selbst verkaufen. Denn davon haben wir schon genug.

    Kürzer gings nicht, sorry. 🙂

    Gefällt 2 Personen

    1. Pialalama sagt:

      Hallo,
      danke für den langen Kommentar ( ich habe nicht gegen Ausfühliches!). Ich möchte gar nicht den Buchpreis an sich schlecht reden, eher den Hype auf Instagram und Co. Und ich hätte vielleicht deutlicher werden sollen. Ich kenne nicht 71% der Bücher. Ich kenne 5 Bücher aus 7x 20 Nominierten Büchern. Also nur 5 aus 140. Ich selber gehöre übrigens auch zu den Leuten, die auch noch sehr gerne Bücher liest, die schon ein paar Jahre älter sind ( Was man anhand von meinem Blog eigentlich gut erkennen dürfte^^). Nur weil ein Buch nicht aus diesem Jahr stammt, heißt es ja nicht gleich dass es an Wert verloren hat. Ich folge knapp 700 Buchbloggern auf Instagram + ein paar wenigen Verlagen. Keinen reinen Privat-Accounts. Genres durchgemischt, wobei die Kanäle mir anspruchsvollerer Literatur eigentlich sogar überwiegen ( Oder zumindest nur sehr wenig Fantasy, Kitsch etc). Auf keinem sehe ich ein Buch wieder… außer zwei oder drei. Und da sind eigentlich viele Accounts, die auch mal Bücher aus vergangenen Jahren und Jahrzenten vorstellen.

      Und ja, natürlich ist es nicht schlimm, wenn der Buchverkauf angekurbelt wird. Aber das kann man auch ohne Preis, oder? Ein Preis soll doch eigentlich besondere Fähigkeiten, eine besondere Geschichte ehren. Genauso ist es mir natürlich bewusst, dass Geschmäcker verschieden sind. Aber umso wichtiger finde ich, dass die Jury groß ist. Da kommt vielleicht die Wissenschaftlerin in mir durch: Umso größer die Stichprobe umso besser 😉

      Ich habe grundsätzlich, wie bereits gesagt, nichts gegen den Buchpreis, ich denke nur es gäbe ein paar Punkte die ihn verbessern würden.

      Lg Pia

      Gefällt 1 Person

      1. Fraggle sagt:

        Ah, okay, dann habe ich das mit den Zahlen falsch verstanden – was durchaus die Frage aufwirft, warum ich dann in einem recht zahlenlastigen Beruf gelandet bin, aber lassen wir das. 🙂

        Und was die „anekdotische Evidenz“ angeht, so nehme ich die Vermutung auch zurück. 700 Buchbloggern zu folgen – wie schafft man das? 😉 – sollte durchaus ein belastbares Bild darstellen.

        Was die grundsätzliche Frage angeht, wie der Buchverkauf anzukurbeln wäre, so ginge das natürlich auch ohne Probleme ohne diesen oder andere Preise. Nur einerseits hat der Buchhandel, zumindest der staionäre, in den letzten Jahrzehnten die eine oder andere Entwicklung verschlafen, was sich jetzt nicht mehr aufholen lässt, und zum anderen scheint mir eine Preisverleihung immer noch der effektivste Weg zur Umsatzssteigerung zu sein. Alternativ könnte man es auch mit einer bundesweiten Initiative zur Förderung des Lesens unter Schirmherrschaft unserer Bildungsministerin, von der vermutlich sowieso niemand weiß, wie sie heißt, versuchen, aber … 😉

        Grundsätzlich bin aber ganz deiner Meinung, dass es am Buchpreis, wie auch an vielen anderen Dingen, Ansätze für Verbeeserungen gäbe.

        Gefällt 2 Personen

  4. Ich habe mir spaßeshalber auch das Archiv angesehen. 18 Titel der Long-oder Shortlist liegen noch auf meinem SuB, 20 Titel habe ich bereits gelesen. Ich kann mich an kein Buch erinnern, dieser sehr subjektiven Auswahl, das mir gar nicht gefallen hat. Im Gegenteil. Walter Nowak bleibt liegen oder Der Hals der Giraffe war klasse und sehr überraschend für mich, Dunkle Zahlen und Hysteria sind grenzgenial. Ich weiß nicht, ob ich die Romane ohne den Buchpreis gefunden hätte. Und darum soll es doch auch gehen. Wenn Feau Hartlieb mit der Auswahl nichts anfangen kann, ist das auch ein bisschen ihr Pech. Es gibt tausende Leser*innen, die unterschiedliche Genres favorisieren. Autor*innen zu pushen, die vielleicht sonst untergehen oder nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdienen, ist doch nichts schlechtes. Als Schriftsteller*in hat man es nicht leicht, sofern man nicht zu den Nora Roberts oder Sebastian Fitzeks dieser Welt gehört. Da ist es doch schön, dass es den Preis gibt. Lesen kann doch eh jede*r was persönlich gefällt…

    Gefällt 1 Person

    1. Pialalama sagt:

      Hallo,

      ich habe nie behauptet, dass die Bücher schlecht sind. Da sind sicherlich viele gute dabei. Und es gibt natürlich auch viele, die gerne sich an der Longlist orientieren um neue Autoren zu entdecken. Und das ist ja auch nicht schlecht. Mir ging es hier aber um diesen Hype, den ich nicht verstehen kann.

      Und was nützt einem Autor die kurze Aufmerksamkeit, wenn man danach trotzdem nichts mehr von ihm/ihr hört? Ist das dann wirklich die richtige Förderung?

      Lg Pia

      Gefällt mir

      1. Hallo Pia,
        das kann ich alles verstehen, ich wollte nur ein kurzes subjektives Gegenbild entwerfen. Manchmal nützt so eine kurze Aufmerksamkeit vielleicht doch, wenn es um Stipendien oder Förderungen geht. Fraggle hatte das kurz geschrieben. Und vielleicht trägt diese kurze Aufmerksamkeit auch dazu bei, dass auch Schriftsteller*innen außerhalb des Mainstreams weiter schreiben können. Ein bisschen Hype ist ja bei vielen Preisen dabei, Literaturnobelpreis/Man-Booker-Preis etc.

        Liebe Grüße

        Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s