„Malibu“ von Leon de Winter

Eines der wenigen Bücher die ich dieses Jahr gelesen habe, war Leon de Winters „Malibu“, gefunden in einem Bücherschrank. Wie mir dder Roman aus dem Jahr 2003 gefallen hat, erfahrt ihr hier in meiner Rezension:

Worum geht’s? Joop Koopman lebt mit seiner Tochter in Malibu. An ihrem Geburtstag stirbt die erst 17 jährige bei einem Verkehrsunfall. Am selben Tag wird er von einem ehemaligen Freund kontaktiert: Kannst du für den Mossad einen Menschen ausspionieren? Während Joop mit seiner Trauer kämpft und nach Antworten sucht, begegnen ihm Menschen, die ihm all das zu erschweren scheinen: Seine spirituelle Cousine Linda, der Fitnesstudio-Betreiber God und ein möglicher Terrorist.

Leon de Winter konnte mich mit seinem Roman vor allem sprachlich überzeugen. Es lässt sich mit einer schönen Leichtigkeit lesen. Zudem ist es aber auch sehr emotional. Insbesondere Joops Reaktion auf den Tod seiner Tochter ist mir gut im Gedächtnis erhalten geblieben . Selten kam mir solch eine Reaktion so real und natürlich vor. Überhaupt finde ich vieles natürlich: Ein Mann, der nach einem tragischen Verlust plötzlich von vielen anderen Seiten beeinflusst wird und nicht weiß, wie er mit der Situation zurecht kommen soll. Ständig seine Gedanken und Meinungen ändert.
Das Buch beginnt mit einer Aufzählung von verketteten Ereignissen, was in mir direkt großes Interesse geweckt hat, die scheinbar alle zu einem End-Ergebnis führen. Die Geschichte scheint sich im Verlauf dann jedoch in drei Richtungen zu entwickeln, die nur durch die Gefühle zum Tod von Miriam miteinander verbunden sind. Dabei scheinen mir zwei Teile etwas unvollendet: Was hat es mit dem Terroristen auf sich? Warum dieses abrupte Ende mit Linda? Natürlich will ich hier nichts verraten, aber ich möchte damit andeuten, dass für mich am Ende einige Fragen offen geblieben sind und mich ratlos zurückgelassen haben. Und dennoch: Trotz Ratlosigkeit über das Ende dieser zwei geschichtlichen Zweige, finde ich die Geschichte um Joop herum sehr gelungen. In meinem Kopf male ich mir ein Folge-Leben für Joop aus.

Fazit Eine gefühlvolle, interessante Geschichte über einen Vater der seine Tochter verliert und nun nach vorne Blicken und Entscheidungen treffen muss.


„Malibu“ | Leon de Winter | Diogenes Verlag | 417 Seiten

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