„Aschenputtel“ von Kristina Ohlsson

Nicht mehr lange, und ich werde all die Bücher, welche ich vor zwei Jahren auf dem Flohmarkt gekauft habe, endlich gelesen haben. Eines dieser Bücher war „Aschenputtel“, ein schwedischer Thriller von Kristina Ohlsson. Das Buch ist der erste Teil einer Reihe rund um das Ermittler-Team Fredrika Bergman und Alex Recht. Wie mir dieser Auftakt gefallen hat, könnt ihr im Folgenden lesen:

Worum geht’s? Ein Zug hält unplanmäßig an einer Bahnstation. Eine Mutter steigt aus, telefoniert und verpasst die Weiterfahrt. Im Zug ist ihre kleine Tochter, doch als die Mutter in Stockholm die Kleine abholen möchte, beginnt für sie ein Alptraum: Das Mädchen ist verschwunden. Die Polizei begibt sich sofort in die Ermittlungen und setzt sich schnell auf einen tatverdächtigen fest. Nur die zivile Polizeimitarbeiterin Fredrika Bergman ist von einer anderen Theorie überzeugt. Als dann ein zweites Kind entführt wird, beginnt ein Spiel gegen die Zeit.

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Da wurde ich aber ganz schön an der Nase herumgeführt! Auf meinem inneren Notizzettel machten sich schon mal im Voraus Wörter wie „vorhersehbar“ breit, denn ich war wirklich überzeugt davon, den Täter enttarnt zu haben. Pustekuchen! Ohlsson weiß, wie man Spannung aufbaut, den Leser auf eine falsche Fährte schickt und dann mit dem großen Überraschungsknall daher kommt! Irgendwann wollte ich das Buch gar nicht mehr weglegen und der einzige Grund, warum ich es nicht an einem Stück gelesen habe, waren meine müden Augen. Gerade diese vermeintliche Vorahnung, entfacht in mir eine unglaubliche Neugierde: Wann kommt endlich die Stelle, an dem ich erfahre, dass ich recht hatte?! Auch wenn ich mit der Täter-Sache natürlich daneben lag, gab es doch einen anderen Punkt der für jeden Leser schnell ersichtlich ist, auf den die Ermittler aber einfach nicht kommen wollen. In diesem Punkt war ich mir dann nicht so sicher, ob das auch von der Autorin so geplant war.

Was mir besondern gut gefallen und auch Lust auf die anderen Bände gemacht hat, waren die Charaktere, die hier bereits sehr gut vorgestellt wurden. Ich hatte das Gefühl, die Ermittler sehr gut Einschätzen zu können. Diesbezüglich ist das Thema der Kindesentführung meiner Meinung nach auch ein kluger Schachzug, denn dadurch wird früher oder später auch das Familienleben der im Buch beteiligten Personen durchleuchtet. Neben dem Privatleben spielt auch die interne Zusammenarbeit im Team eine große Rolle. Fredrika Bergman ist zu Beginn gar nicht gerne gesehen, da sie nicht die klassische Polizei-Ausbildung hinter sich hat. Ihre männlichen Kollegen geben nicht viel auf ihre Meinung, da sie nur auf ihre eigenen Erfahrungen beharren. Dieser kleine Machtkampf, wenn man es so nennen möchte, hat diesem Buch noch zusätzliche Spannung eingebracht und auch ein bisschen meine Stimmung angegriffen . Die Sturheit dieser beiden Männer hat mich manchmal nur den Kopf schütteln lassen.

Fazit Kristina Ohlsson hat hier einen spannenden Reihen-Auftakt geschrieben, welcher einen bewusst an der Nase herumführt. Interne Probleme und das Thema der Kindesentführung, führen dazu, dass der Leser bereits in diesem Roman ein sehr gutes Gefühl für die Charakere bekommt.


„Aschenputtel“ | Kristina Ohlsson | Blanvalet | 496 Seiten

8 Kommentare Gib deinen ab

  1. Janna | KeJas-BlogBuch sagt:

    Na toll, wieder ein Buch für die Wunschliste ;P

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    1. Pialalama sagt:

      Solche Kommentare liest man doch am liebsten 😀

      Gefällt 1 Person

  2. Cathy sagt:

    Oh, das klingt aber ganz toll! Das werde ich mir auf jeden Fall mal merken. 🙂

    Gefällt 2 Personen

    1. Pialalama sagt:

      Hey Cathy,

      Freut mich 😉

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  3. Wortfieber sagt:

    Hört sich wirklich spannend, aber auch wie ein Albtraum an.

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    1. Pialalama sagt:

      Ja, ich hoffe, dass uns so etwas nie passiert!

      Gefällt 1 Person

  4. angeltearz sagt:

    Hey,

    vielen dank für die Rezension. Das Buch hört sich megagut an. Ich lege es mir mal auf die Wunschliste. 😀

    Hab einen tollen Abend.

    Ganz lieben Gruß
    Steffi von angeltearz liest

    Gefällt 1 Person

    1. Pialalama sagt:

      Hey Steffi,

      Sowas liest man doch gerne 😉 Danke!
      (Mein Abend besteht zu Zeit nur aus dem Schreiben meiner BA)

      Liebe Grüße!

      Gefällt mir

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