1 Jahr Leseliste: Top oder Flop?

Im Sommer diesen Jahres, habe ich euch meine Leseliste vorgestellt und Tipps gegeben, wie man (meiner Meinung nach) am besten so eine lange Leseliste erstellt. Leselisten sind nicht für Jeden etwas und viele bleiben wenn dann auch lieber bei einer kleinen Liste, die vielleicht nur den Plan für den nächsten Monat darstellt. Heute soll es aber auch gar nicht so sehr um das Wieso & Warum gehen, sondern um ein weiteres Fazit.

Meine Leseliste begleitet mich jetzt schon seit einem Jahr und es gibt positives und negatives zu berichten. Zunächst einmal bin ich von mir selbst überrascht, dass ich -trotz kurzem Moment der Schwäche- dieses Ding durchgezogen habe! Es wurde kein Buch früher gelesen als geplant und keines ausgelassen. In dieser Hinsicht hat die Liste ihren Zweck also zu hundert Prozent erfüllt. Darum ging es mir: Verhindern, dass nur die neuesten Bücher gelesen werden und manch anderes im Regal versauert. In der Hinsicht „Bucheinkauf“ hat die Liste mir leider weniger gebracht, als ich erhofft hatte. Zu Beginn hat mein „Buchkaufverbot“, das eigentlich kein Verbot ist, ziemlich gut funktioniert. Aber, wer meinen Beitrag damals gelesen hat, wir vielleicht gleich lachen.

„Was bringt es mir, Dürrenmatts „Der Richter und sein Henker“ jetzt zu kaufen, wenn ich es frühestens 2018 lesen werde?“

 

Ratet mal, welches Buch in meinem Regal steht und wahrscheinlich erst Ende 2018 gelesen wird? Genau, der Richter und sein Henker! Da ich das ganze von Beginn an nicht wirklich als Verbot gesehen habe, sondern eher als eine Art Disziplinierung, sehe ich die Sache nur halb so wild. Allerdings muss ich zugeben, dass mein SUB dieses Jahr enorm angestiegen ist. So viele Bücher habe ich in all den Jahren davor nie gekauft. Allein bei meinem wunderbaren Buch-Shopping-Tag im Second-Hand-Laden sind über zwanzig neue Bücher bei mir eingezogen. Fazit hierzu: Der Gedanke, keine Bücher mehr zu kaufen, nur weil ich sie nicht direkt lesen werde, war sehr naiv.

IMG_20171213_205800Bei meinen Tipps zur Leseliste, hatte ich dazu geraten, das eigene Leseverhalten zu beachten. Das heißt in meinem Fall: Genre schön durchmischen und ebenso die Seitenzahlen. In dieser Hinsicht kenne ich mich einfach sehr gut und ich habe die Situationen immer recht gut eingeschätzt. Es gab nie einen Moment in dem ich dachte, dass ich jetzt absolut keine Lust auf das nächste Buch habe. Im Gegenteil, meistens war ich so gar angespornt, öfters zu lesen, um zu einem Buch zu kommen, dass ich sehr gerne lesen möchte. Dadurch habe ich es auch geschafft, die doppelte Menge an Büchern im Vergleich zum letzten Jahr zu lesen – gut, das Dasein als Buchbloggerin, hat schon an sich viel am meinem Leseverhalten geändert.

Inzwischen habe ich die erste Doppelseite in meinem Notizbuch passiert, und bin mit meiner Schätzung, für den ersten Teil ein Jahr zu brauchen sehr gut gewesen. Jetzt wartet Teil zwei, also die nächste Doppelseite, auf mich. Und Teil drei wurde inzwischen auch schon angefangen. Ich kann für mich also sagen: Meine Leseliste ist TOP!

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7 Kommentare Gib deinen ab

  1. lisappages sagt:

    Hallo Pia,
    Herzlichen Glückwunsch, dass du deine Liste so motiviert durchziehst. Ich mache super gerne Listen und meistens kommt mir dann das Leben dazwischen und irgendwann verliere ich die Motivation und mache eine neue „bessere“ Liste… So nach dem Motto neu ist immer besser.
    Aber ich habe auch noch nie so eine richtig durchdachte Liste gemacht. Meistens habe ich meinen konkreten Plan wann ich was lesen will. Da ist es eigentlich auch kein Wunder, dass das nicht klappt.
    Ich werde es mal mit deinen Tipps versuchen!
    Liebe Grüße
    Lisa

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    1. Pialalama sagt:

      Hallo Lisa,

      Ich war selbst erstaunt, dass das so gut funktioniert hat!

      Ich hoffe die Tipps bringen dich weiter 🙂 Viel Erfolg schon Mal!

      Liebe Grüße!

      Gefällt 1 Person

  2. ein ganz großartiger Beitrag, der doch gut die Bredouille von Viellesern / Buchliebhabern beschreibt. Ich finde es beeindruckend, dass du es doch so lange durchgehalten hast!
    Ich selbst befinde mich grade in einem selbstauferlegte Einkaufs-Verbot-Versuch 😉 Aber gegen Bücherschränke, die zum offenen Tausch einladen kann man sich eben einfach nicht wehren!
    Das Konzept des SuB hatte ich, bevor ich mit Bloggen angefangen habe (ganz frisch) zwar als solches gekannt, aber das Kind hatte bei mir noch keinen Namen. Ich habe es übrigens als sehr erleichternd empfunden, dass es auch anderen so geht und man dann vor dem vollgestopften Regal steht und dann doch das neueste Buch rausnimmt und liest.
    Also bleiben wir gemeinsam stark und lesen die alten eingestaubten Bücher unseres SuB 😀

    Ganz liebe Grüße
    Liselotte von lesenodernicht.de

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    1. Pialalama sagt:

      Hallo Liselotte,
      danke für deinen lieben Kommentar! An den Bücherschränken komme ich selbst auch nicht immer vorbei! Sie sind einfach zu verlockend. Aber ich bin immerhin schon mal stolz darauf, dass keines meiner Bücher ein Neu-Kauf war, und ich damit dann immerhin schon mal eine Menge Geld gespart habe.

      Liebe Grüße!

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