„Du bist, was du schläfst“ von Tobias Hürter

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Seit zwei Jahren möchte mein Freund, dass ich endlich dieses Buch lese! Aber ich hatte ja noch so viele andere Bücher zur Auswahl. Bis dann die Leseliste kam und ich eben auch dieses Buch in die ewige Liste an Büchern einreihen konnte. Wie mir „Du bist, was du schläfst“ von T. Hürter gefallen hat, könnt ihr in der heutigen Rezension lesen:

Worum geht’s? Der Schlaf ist ein Part unseres täglichen Lebens, über den sich kaum einer im Alltag Gedanken macht. Doch Tobias Hürter zeigt, dass es hier vielmehr zu sagen gibt, als man glaubt. Die Wissenschaft beschäftigt sich schon lange mit dem Schlafen, dem Träumen und dem Aufwachen, denn hinter all diesen Dingen stecken geschickte Schachzüge der Evolution. Hürter informiert hier über die verschiedenen Phasen des Schlafens, das Träumen, das Wachen und andere interessante Aspekte.

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Zunächst einmal sollte gesagt werden, dass es sich bei diesem Buch um keinen klassischen Ratgeber handelt. Es geht nicht unbedingt darum, seinen Schlaf zu verbessern oder öfters und besser zu Träumen. Diese Dinge werden eher in Nebensätzen an den Leser weitergeleitet. In diesem Buch geht es um das Warum: Warum existiert der Schlaf überhaupt? Warum träumen wir? Warum ist Gähnen ansteckend? Tobias Hürter hat hier eine schönen Zusammenfassung von Antwortern auf viele Fragen zu vielen Themen zusammengetragen. Er bedient sich so mancher wissenschaftlichen Quelle und hangelt sich anhand diverser Ereignissen an dieser Fragen-Kette entlang. Dabei spielt auch der Aufbau des Buches eine wichtige Rolle: Die Kapitel sind hier in verschiedene Uhrzeiten gegliedert, denn manch einer unter euch weiß vielleicht, dass auch der Schlaf nicht homogen ist, sondern sich in verschiedene Phasen unterteilt. Dass es Tief- und REM-Schlaf gibt, habe ich bereits gewusst, doch dass auch das Einschlafen und das Aufwachen interessante Vorgänge darstellen, ist mir erst durch dieses Buch bewusst geworden. Überhaupt habe ich viele interessante Dinge erfahren, allem voran auch, dass viele Fragen auch nach hundert Jahren Forschung immer noch nicht beantwortet sind. Hürter nimmt uns mit durch all diese Jahre an Forschung und es prasseln viele Namen auf uns ein. Dabei geht es gar nicht so sehr um diese Namen, sondern darum, zu zeigen: Dieses Gebiet ist schon lange in der Forschung vertreten und gleichzeitig: Jeder schläft, fast jeder träumt. Dem Anteil an tief wissenschaftlichen Passagen wird dabei nicht zu viel Platz eingeräumt, was ich persönlich gut finde. Das Buch soll auch bis zu einem gewissen Punkt zur Unterhaltung dienen, denn es ist eben Populärwissenschaft. Ich möchte nicht mit chemischen Prozessen gelangweilt werden (die kann ich dann auch googlen). Im Groben beschränkt sich Hürter hier vor allem auf die verschiedenen Zentren des Gehirns und wie sie zusammen arbeiten oder welcher Teil des Schlafs mit welchen Teil des Gehirns zusammenhängt.

„Wie kann man etwas gern tun, wovon man nichts mitkriegt? Gern schlafen , das hielt ich für einen Widerspruch in sich und überhaupt den Schlaf für eine lästige Notwendigkeit […]“

Seite 9

Auch wenn es sich bei diesem Buch um keinen Ratgeber handelt, denke ich, dass man doch viele interessante Aspekte aus dem Buch mitnimmt, die man auf sein eigenes Schlafverhalten übertragen kann. So geht es an einer Stelle zum Beispiel um das Problem, dass manche Menschen mitten in der Nacht aufwachen und sich dann so viele Gedanken darüber machen, dass sie nicht mehr einschlafen können. Dabei ist es ganz natürlich, nachts aufzuwachen. Nur erinnern sich die meisten Menschen morgens einfach nicht mehr daran. Viele dieser kleinen Informationen sind in dem Buch untergebracht, manchmal nützlich, manchmal zur Unterhaltung und manchmal auch zum Nachdenken.

Am Ende des Buches stellt man fest, dass es stimmt, was da im Titel steht: Du bist, was du schläfst.

Fazit Auch wenn ich selbst im Bereich der Wissenschaft tätig bin, und vielleicht schon ein gewisses natürliches Interesse an solchen Themen mitbringe, kann ich dieses Buch nur weiterempfehlen! Hinter unserem Schlafen und Träumen steckt weit mehr als wir vielleicht denken und das Buch bringt viele solcher Aspekte dem Leser auf interessante und auch unterhaltsame Art näher.


„Du bist, was du schläfst“ | Tobias Hürter | Piper Verlag | 288 Seiten

5 Kommentare Gib deinen ab

  1. elizzy91 sagt:

    Hallo Pia 🙂
    Eine wirklich interessante Rezension zu einem spannenden Thema! Du hast mich auf jeden Fall neugierig gemacht und ich werde mir das Buch auf meine Wunschliste schreiben!

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    1. Pialalama sagt:

      Hey,

      Freut mich, dass zu hören!

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  2. solera1847 sagt:

    Cool, kommt gleich auf meine „Zu Lesen“-Liste. Danke für die Rezension!

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    1. Pialalama sagt:

      Freut mich das zu hören! Das ist doch immer noch das beste Kompliment 😀

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