„Seven Deadly Sins“ von Nakaba Suzuki

Bei „Seven Deadly Sins“ handelt sich um einen japanischen Shōnen-Manga, den es seit 2014 auch als Anime-Serie zu finden gibt. Hierzulande kann man sich diese unter anderem bei Netflix anschauen. Nachdem diese Serie zu den wenigen Animes gehört, die mir zugesagt haben, dachte ich mir, ich könnte hier auch mal die Vorlage dazu lesen. Diese Woche war es dann endlich so weit und ich habe mir die ersten zwei Bänder der Reihe  ins Haus geholt. Im folgenden könnt ihr erfahren, wie mir diese gefallen haben:

Worum geht’s? In Britannia fällt der König von Liones einem Staatsstreich zum Opfer und wird von einer Gruppe Heiliger Ritter entmachtet. Seine Tochter Elizabeth kann fliehen und macht sich auf die Suche nach den berüchtigten Seven Deadly Sins, den Rittern der Sieben Todsünden, um ihre Familie und das Reich aus den Machenschaften der Heiligen Ritter zu befreien. Auf ihrer Reise trifft sie auf den Anführer der Deadly Sins, Meliodas, der ihr das Versprechen gibt, ihr bei der Suche zu helfen.  Das Gerücht, dass die totgeglaubten Ritter wieder durch die Länder streifen macht schnell die Runde, und schon bald sind Meliodas, das sprechende Schweinchen Hawk und Elizabeth einer Gefahr nach der anderen ausgesetzt.

20171125_131725

 

Die Story des Mangas kannte ich ja bereits aus dem Anime und von daher kann man sich auch schon denken, dass sie mir ganz gut gefallen hat – sonst hätte ich nicht mit den Mangas angefangen! Mir gefallen die Charaktere hier sehr gut, vor allem das kleine Schweinchen Hawk, dass immer den Überblick behält und als einziges …ähh… Schwein auch eine zivilisiertere Seite zeigt. Da es ja im japanischen Manga ganz normal ist, dass es hier auch eher unzivilisiert und anzüglich zugeht, finde ich den Kontrast durch das kleine Schwein sehr lustig. Doch mein Lieblingscharakter ist King, der zwar in diesen beiden Teilen noch nicht auftaucht, den ich aber natürlich schon aus der Serie kenne. Ich freue mich schon, wenn er endlich auf seinem Kissen angeflogen kommt und mit seiner Verliebtheit das ein oder andere Schmunzeln verursachen wird. Meliodas ist ein interessanter Charakter: Auf der einen Seite wirkt er sehr helden- und ehrenhaft, auf der anderen Seite haben wir einen kleinen Bubi, der gerne unter Röcke schaut und Brüste betatscht. Und dazwischen befindet sich noch ein bisschen Geheimniskrämerei! Alles in allem, gibt es bisher keinen Charakter der mir nicht zusagt, wobei aber auch noch nicht alle wirklich großartig sind. Zumindest wenn man nur vom Manga ausgeht.

Das Buch enthält viele Rückblenden, wodurch man zum einen die Vergangenheit einzelner Charaktere kennen lernt, aber auch wichtige Schlüsselereignisse, die später noch für die Story wichtig sind. Trotzdem hätte ich mir ein bisschen mehr Hintergrund zu den Seven Deadly Sins gewünscht: Was haben sie verbrochen und warum haben sie sich getrennt? Die Dialoge finde ich bis auf einige wenige Ausnahmen, in denen sie etwas plump wirken, ganz gut. Ich hatte hier den Vorteil (zumindest in meinen Augen), dass ich mir durch die Serie die Stimmen bereits gut vorstellen konnte. Was mich etwas stört sind vielmehr einige unlogische Handlungen der „Gegner“. Sehr oft verraten diese ihre Strategie/Taktik, was in meinen Augen recht unglaubwürdig ist. Diese Offenbarungen wirken dann auch immer etwas hinein geschmissen und unpassend. Selbst wenn ich denke, dass meine Feinde gleich sterben werden, was für einen Grund hätte ich, ihnen meine Geheimnisse zu verraten?

Was ich bei der Ausgabe des Carlsen-Verlags vermisse, sind Seitenangaben. Es ist nur eine Kleinigkeit, aber wenn das steht „Die Lösung findest du auf Seite soundso“*, dann wäre es auch nett, eine Seite soundso finden zu können. * Im Buch sind immer wieder kleine Interviews, Rätsel oder sonst was mit eingebaut.

Ich kann zwar im Moment keine Vergleiche zu anderen Mangas ziehen, aber dennoch kann ich sagen, dass mir der Zeichenstil hier gut gefällt. Ich finde es grundsätzlich faszinierend, wie talentiert Menschen zeichnen können und es schaffen, mit wenigen Strichen einer Person Gefühle und Charakter einzuzeichnen!

Ich persönlich würde euch den Manga weiterempfehlen, wenn ihr an sich nichts gegen Mangas habt. Das sag ich euch, als „unerfahrene“ Person, wobei  Unerfahrenheit ja nicht unbedingt was mit dem Eindruck an sich zu tun hat. Ich werde mir mit Sicherheit die weiteren Bänder zulegen und freue mich schon auf die weitere Reise von Elizabth, Hawk und den Seven Deadly Sins!


„Seven Deadly Sins“ | Nakaba Suzuki | Carlsen Verlag | 192 Seiten

 

Eine weitere („erfahrenere“) Meinung  findet ihr hier.

 

 

Ein Kommentar Gib deinen ab

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s