„Shutter Island“ von Dennis Lehane

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Vor einiger Zeit habe ich mir das Buch „Shutter Island“ gekauft und wie der Zufall so will, kam ein Tag danach der Film dazu im Fernseher. Ich hab nicht alles mitbekommen, aber genug, um beim Lesen ein gewisses Bild vor Augen zu haben. Ich hatte vor dem Lesen noch ein paar Zweifel, ob mir der Inhalt wirklich zusagt, da ich das Buch einfach aufgrund des bekannten Titels gekauft habe. Ob sich diese Zweifel bestätigen konnten, lest ihr im Folgenden:

Worum geht’s? Die beiden US-Marshalls Edward Daniels, auch Teddy genannt , und Chuck Aule werden 1954 auf die Insel Shutter Island gerufen, um dort nach einer vermissten Patientin zu suchen. Die Insel ist Standort einer psychatrischen Klinik, die ausschließlich die wahnsinnigsten und gefährlichsten Patienten aufnimmt. Auf der Suche nach der vermissten Rachel Solando, kommen den Marshalls schon bald Zweifel auf, dass hier alles mit rechten Dingen zugeht. Das Personal ist nicht gerade hilfsbereit und es gibt viele Ungereimtheiten. Zudem hat Chuck das Gefühl, dass Teddy ihm irgendetwas verheimlicht.

Shutter Island
Bildquelle

Lehane hat einen Schreibstil, der unheimlich real wirkt. Man kann die Nässe und Kälte, die er beschreibt, wahrlich spüren und man fühlt sich wie ein direkter Begleiter der beiden Marshalls. Der Text schreit geradezu nach einer Verfilmung, ist sehr bildhaft geschrieben.

Die Story hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Wie gesagt wusste ich ein bisschen schon vom Film – und von dem Wikipedia-Artikel, weil ich unglaublich neugierig bin – und daher blieb bei mir die große Überraschung am Ende etwas aus, aber trotzdem fand ich es wirklich spannend und ich konnte den Thriller kaum aus der Hand legen! Kennt ihr das, wenn ihr schon wisst, dass etwas bestimmtes passiert und ihr einfach wissen wollt, wann es denn endlich soweit ist? So war es bei mir. Jeder, der den Film noch nicht gesehen hat, wird bestimmt großartig überrascht sein.

Übrigens hatte ich in der Tat dauernd die Gesichter von Leonardo DiCaprio als Teddy und Ben Kingsley als Dr. Cawley vor Augen. Und ich fand sie auch sehr passend. Gerade bei den tollen Dialogen konnte ich mir die locker-lässige Art von DiCaprio gut vorstellen.

Fazit Ein sehr spannender Psychothriller mit überraschendem Ende. Lehanes realer Schreibstil lässt zu keiner Zeit Langeweile aufkommen und ist eine absolute Empfehlung von mir!


„Shutter Island“ | Dennis Lehane | Diogenes | 432 Seiten

6 Kommentare Gib deinen ab

  1. solera1847 sagt:

    Sehr schön, werde ich mir auch irgendwann einmal (wenn mein virtueller, aber deshalb nicht geringerer Stapel ungelesener Bücher etwas reduziert ist)… 😳

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    1. solera1847 sagt:

      …besorgen (was man nicht im Kopf hat…) 😜

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  2. Katharina sagt:

    Als Thalia mal Taschenbuchjagd hatte, hatte ich das Buch in der Hand, konnte mich aber noch nicht entscheiden. Als ich wiederkam, war es leider weg und ich musste mit „Mystic River“ vom selben Autor vorlieb nehmen. Ich hoffe, dass das Buch genauso gut ist!
    LG Katharina
    #KBiS17

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    1. Pialalama sagt:

      Hallo Katharina!

      Mystic River möchte ich jetzt auch noch lesen! Ich hoffe dir fällt Shutter Island nochmal in die Hände 😉

      Liebe Grüße!

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  3. kaisuschreibt sagt:

    Bin ja ein kleiner Lehane Fan und liebe einfach seinen Stil. Und ja, das Buch wurde filmisch sehr gut umgesetzt. Genauso hat man sich die beiden irgendwie auch vorgestellt!

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