„Die Toteninsel“ von Kevin O’Brien

am

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Einen schönen Montag euch allen! Ich hoffe jeder hatte einen guten Start in die Woche, sei es auf der Arbeit, in der Uni oder auf der Schulbank. Heute gibt es eine kleine Rezension zu dem Buch „Die Toteninsel“ von Kevin O’Brien aus dem Jahr 2010. Normalerweise schreibe ich meine Rezis spätestens 3 Tage nachdem ich das Buch beendet habe, diesmal lag jedoch der Urlaub dazwischen. Da ich das Buch jedoch ganz gut fand, wollte ich dennoch eine Mini-Rezension schreiben (wirklich mini!).

Worum geht’s? Claire Shaw ist das einzige überlebende Opfer des Rembrandt-Mörders, der zurzeit sein Unwesen treibt. Mit großen Erinnerungslücken wird sie zunächst in einem Krankenhaus behandelt und dann in die Obhut von Mann und bester Freundin gegeben. Doch schon bald wird Claire, die inzwischen auf Deceptions Island ist, klar, dass der Mörder noch immer hinter ihr her ist und sie niemanden mehr trauen kann. Einzig allein der Polizist Tim Sullivan scheint auf ihrer Seite zu stehen, doch der muss sich selbst vor Feinden in Acht nehmen.

IMG_20170613_204218Vorab kann ich schon sagen, dass mir das Buch wirklich gefallen hat, vor allem das Ende. Auch wenn ich direkt auf der ersten Seite erst mal überrumpelt wurde, da man sich direkt im Geschehen befindet, konnte mich das Buch überzeugen. Die Story ist vielleicht nicht ganz neu – Überlebende mit Gedächtnisverlust verliert das Vertrauen in Alles und Jeden – , aber O’Brien hat sie dennoch spannend umgesetzt und es fertig gebracht, einen schön in die Irre zu leiten. Man ist sich zwar durchaus bewusst, dass mit der kompletten Gemeinschaft der Insel etwas nicht stimmt, aber WER am Ende WAS getan hat, blieb mir bis zuletzt verborgen. Gerade zum Ende hin, hat sich der Thriller zu einem richtigen Pageturner entwickelt, weil man unbedingt wissen will, was denn jetzt Sache ist.

Die Charaktere haben mir ganz gut gefallen, sie waren jetzt nicht unglaublich gut ausgebaut, aber auch nicht schlecht. Besonders angetan hat es mir der Polizist Tim Sullivan, da er bis zuletzt davon Überzeugt ist, dass man Claire vor jemandem schützen muss und die Sache noch lange kein Ende gefunden hat. Zwischen den beiden entwickelt sich auch eine Beziehung, jedoch ist die Romanze in dem Buch genug im Hintergrund gehalten, sodass diese nicht auch noch ein großes Thema im Buch wird. Nach kurzer Recherche musste ich einige Male lesen, dass viele den Charakter von Claire  als sehr naiv empfunden haben. Ich sehe das eher anders: Ich fand, dass sie eine sehr starke Frau war; Sie sagt sogar zu sich selbst, dass man dies und das jetzt lieber nicht tun sollte – sie tut es manchmal dann trotzdem – aber immerhin… Ich meine, diese Frau wird auf der Insel von jedem der sich auf zwei Beinen bewegt angelogen und verraten, hat einen Mordversuch hinter sich, wird verfolgt, hat kein Erinnerungen mehr und sucht auch noch verzweifelt nach ihrem Sohn. Da würde ich auch meschugge werden.

Die Auflösung und das Ende des Buches hat mir sehr gefallen. Dazu kann ich natürlich nicht viel schreiben, es soll ja spannend bleiben, aber ich habe am Schluss wirklich mitgefiebert. Überhaupt kam nie auch nur ein Hauch von Langeweile auf.

Definitiv eine Empfehlung von mir!


„Die Toteninsel“ | Kevin O’Brien | Weltbild Verlag | 572 Seiten

3 Kommentare Gib deinen ab

  1. Melanie sagt:

    Allein schon das Cover versprüht Spannung. Ich werde es mir merken! Danke für deine tolle Rezension!😃

    Gefällt 1 Person

  2. solera1847 sagt:

    Klingt ja schön gruselig/spannend. Danke!

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s