„Fitstar Personal Trainer“ von Fitbit

Letztes Jahr habe ich euch schon einmal zwei Fitness-Apps im Vergleich vorgestellt. Heute kommt noch eine dritte dazu! Dabei handelt es sich um die App „Fitstar“ von Fitbit. Da ich selbst ein Fitbit Alta besitze, dachte ich mir, dass ich mir die App doch gleich mal zulege (was auch nicht wirklich eine Herausforderung ist…). Jetzt habe ich sie auch mal ausgetestet und möchte euch natürlich meine Erfahrungen mitteilen, vor allem da es sich bei dieser App meiner Meinung nach um eine eher professionelle Variante der gängigen Fitness-Apps handelt.

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Die App findet man u.A. im Google Play Store unter dem Namen „Fitstar Personal Trainer“ von FitStar inc.. Der Download und die „Basis“-App sind kostenlos. Man kann sich mit einem bereits bestehenden Fitbit-Account anmelden, ein Account ist aber keine Voraussetzung um die App zu benutzen. Jedoch muss man sich dann entweder über Facebook oder per E-Mail-Adresse anmelden.

Öffnet man die App zum ersten Mal, so wird man zunächst gefragt, wie Fitness-Erfahren man ist. Danach gibt man seine persönlichen Daten wie Geschlecht, Größe, und Gewicht an. Hier wird man bereits von zwei Trainern begrüßt. Auch wenn das natürlich keine „Live-Trainer“ sind, oder wie man das auch immer nennen möchte, finde ich, dass die App durch das authentische Auftreten der Beiden sehr professionell wirkt. Übrigens werden die Daten aus dem Fitbit-Account übernommen, falls man einen hat und sich damit anmeldet. Anders als zum Beispiel bei der Google-Fit-App, berechnet einem die Fitstar-App hier keinen BMI, obwohl die Daten dafür vorhanden wären.

Ich hatte bereits angesprochen, dass es sich bei der App zunächst um die kostenlose Basis handelt. Das Ganze kann natürlich noch ein Upgrade bekommen: Möchte man Zugriff auf alle Trainingseinheiten und keine Einschränkungen in der Benutzung, so hat man die Möglichkeit einen Premium-Account zu kaufen. Dieser kostet pro Monat 8,94€ oder 44,74€ im Jahr (Stand Februar 2017). Bleibt man bei der Basis-App, so sind zwar die anderen Trainingsmöglichkeiten sichtbar, jedoch gesperrt. Zudem können die verschiedenen Pakete nur für eine bestimmte Anzahl an Trainingseinheiten pro Woche genutzt werden. Zum Beispiel ein „Get Moving“ Training für 2-mal die Woche.

Doch kommen wir nun zum Sport: Nach dem Test-Training wird einem ein personalisiertes Training (d.h. je nach Abschnitt des Tests mit unterschiedlichen Anzahlen/Zeiten für die einzelnen Übungen) vorgeschlagen. Die unterschiedlichen Pakete differenzieren sich nicht nur in den Schwerpunkten, sondern auch in den Zeiten. So gibt es Pakete die nur 7 Minuten gehen, aber auch Pakete, die zwischen 30 und 50 Minuten gehen können. Die Zeiten einer einzelnen Übung kann man aber auch im Paket noch einmal anpassen. Vor jeder Übung erklär der Trainer einem genau wie diese durchgeführt wird. Dabei werden auch gute Tipps zur Haltung gegeben und der Trainer wird von mehreren Seiten gezeigt, sodass man gut nachvollziehen kann, wie man sich positionieren muss um die Übung richtig durchzuführen. Dieser Punkt hat mir sehr gut gefallen, denn bei den Apps die ich bisher getestet hatte, waren es entweder eher schlecht animierte Darstellungen oder nur eine seitliche Ansicht. Dennoch hat es mich etwas gestört, dass die Übung jedes Mal neu erklärt wird. Da sich Übungen in einem Training auch wiederholen (ich musste zum Beispiel 3-mal die Einheit „Wandliegestützen“ machen), geht das einem mit der Zeit auf die Nerven, da die Einweisung einige Zeit in Anspruch nimmt. (*Edit Juli 17: Die Erklärungen kann man überspringen)

Die Übungen selbst finde ich es sehr gut. Es ist von allem etwas dabei: Dehnungen, Ausdauer, Kraft-und Muskel-Übungen und so weiter. Je nachdem wie man bei dem Test abgeschnitten hat, werden die Wiederholungszahlen, zum Beispiel von den Liegestützen, angepasst. Nachdem die Übung durchgeführt wurde, kann man Angaben dazu machen, ob einem die Übung nun zu einfach, zu schwer oder genau richtig war. Daraufhin kann es sein, dass die Übung das nächstes Mal wieder neu angepasst wird. Diese Personalisierung, die einem in der App immer wieder begegnet finde ich wirklich sehr gut. Dadurch wird jede einzelne Übung auf einen „zugeschnitten“. Ich zum Beispiel bin kein Freund von Liegestützen, daher muss ich pro Zirkel nur 3 machen. Ich bin aber ein Fan von Kniebeugen, deshalb dürfen es da schon einige mehr sein. Nachdem ich jetzt schon einige Apps in diesem Bereich getestet habe, hat Fitstar es doch wirklich geschafft, ein sehr abwechslungsreiches Programm zu bieten und mir neue Übungen zu zeigen. Die Vielfalt der Übungen toppt hier meiner Meinung nach Alles! Übrigens wird in der App automatisch eine Hintergrundmusik im Techno-Stil abgespielt. Für den Sport finde ich solche Musik sehr gut um einen Rhythmus zu finden und diesen auch zu halte.

Kleines Minus: Wer die App mit in den Park nehmen möchte sei gewarnt: Es wird eine Internetverbindung gebraucht, da die einzelnen Übungspakete jedesmal neu geladen werden.

Vor- und Nachteile noch einmal im Überblick:

+ stark personalisiert

+ Abwechslungsreiche Übungen

+ Sehr gute Erklärungen + Tipps

+ wirkt sehr professionell und authentisch

+ Verknüpfungen mit vielen anderen Apps möglich

-. Basis: wenige Pakete

– Basis: nur mit bestimmter Anzahl an Wiederholungen pro Woche

– Zeitaufwändige Erklärungen (* können jedoch übersprungen werden)

– Internetverbindung nötig

Was für mich noch ein wichtiger Punkt war, ist die Verbindungsmöglichkeit mit anderen Apps. Hier hat man viele Möglichkeiten: Google-Fit, Nike+, MyFitnessPal, Facebook, Twitter und interessanterweise auch UP by Jawbone lassen sich mit der App verbinden. Selbstverständlich werden die Daten auch mit der normalen Fitbit-App zum Gerät synchronisiert!

Fazit: Die App ist wirklich super und für jeden Sport-Typ geeignet! Meiner Meinung nach lohnt sich hier auch das Geld für ein Upgrade, denn Übungen und Professionalität sind es wirklich wert!


Erfahrungsbericht: Fitbit Alta
“Seven” vs. “30 Tage Fitness-Challenge” /App-Vergleich
„Tägliche Trainings“ – Fitness App

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