„Elf Minuten“ von Paulo Coelho

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Den Namen Paulo Coelho lest ihr nicht zum ersten mal auf meinem Blog. Wer mich schon etwas länger begleitet, weiß, dass er zu meinen absoluten Lieblingsautoren gehört. Heute möchte ich euch seinen etwas anderen Roman „Elf Minuten“ vorstellen. Anders, da er hier über ein Thema schreibt, dass er so noch nicht behandelt hat. Hierzu schreibt er auch selbst ein paar Seiten am Ende des Buches, aber dazu später. Wie so oft bei Büchern vom Diogenes-Verlag, sagt einem der Buchrücken nicht sehr viel über die Geschichte. Und so wusste ich lediglich, dass es um Liebe und Leidenschaft geht. Aber, ich hätte nie solch eine Geschichte erwartet, wie ich sie dann gelesen habe.

Wir begleiten Maria auf ihrem Weg der Selbstfindung. Maria, die in einer ländlichen Gegend aufwächst und wie alle Mädchen davon träumt einen reichen Mann zu finden und ein gutes Leben zu führen. Sie verliebt sich zum ersten Mal mit elf, doch nutzt ihre Chance nicht. Sie küsst zum ersten Mal einen Jungen und muss dann das schlimme Gefühl des Betrugs erleben. Sie lernt Männer kennen und die falsche Versprechen, die sie mit sich bringen. Kurz: Maria lernt die Enttäuschung der Liebe kennen. Also nimmt sie von ihr Abstand und gibt sich alleine der Leidenschaft hin.
Als Maria von einem Touristen angesprochen und mit in die Schweiz genommen wird, hegt sie zunächst die große Hoffnung nun endlich einen Mann und ein besseres Leben gefunden zu haben. Doch wie für den Leser nicht anders zu erwarten, ist dies nur eine falsche Hoffnung. Maria wird Tänzerin in einem Nachtclub, dann Prostituierte. Dabei erkennt sie viele Wahrheiten über Liebe und Leidenschaft und darüber, warum Menschen Geld für Sex zahlen . Ihre Gedanken härten sie gegen allerlei Gefühle ab, bis sie auf zwei Männer trifft die ihr die Augen wieder öffnen, der eine in Sachen Leidenschaft, der andere in Sachen Liebe.

„Elf Minuten“ ist kein typischer Liebesroman wie man ihn kennt und auch der Leidenschaft wird hier anders begegnet als gewohnt. Marias Gedanken sind ehrlich und ein jeder von uns hat sie sich vielleicht schon gestellt, auch wenn er sie sich vielleicht nicht eingestehen will. Die Grundlage ist vielleicht etwas Kliescheefaft: Ein armes Mädchen sucht einen Weg zum wohlhabenden Leben und gerät dabei auf die schiefe Bahn. Doch Maria, leidet keines Falls unter ihrer Prostitution. Sie sieht darin einen Weg schnell an viel Geld zu kommen und Menschen kennen zulernen. Zudem geniest sie zum Teil die Leidenschaft und ist gut darin der Liebe aus dem Weg zu gehen. Die Liebe, die hat sie eh schon aufgegeben. Maria weiß was sie will und wofür sie das alles macht. Nebenher liest und lernt sie viel und plant ihr Leben, dass sie in einem Jahr beginnen will. Die Themen Liebe und Leidenschaft werden hier zum Teil aufgetrennt und sind zugleich sehr gut ausbalanciert, was vor allem durch zwei verschiedene Männer möglich ist.
Der Roman hat mir sehr gut gefallen, aber auch etwas überrascht, da ich solch einen  bei Coelho nicht erwartet habe. Er selbst schreibt dazu am Ende des Buches, dass er sich dessen durchaus bewusst war, aber er ist nun mal ein Autor, der darüber schreibt, was immer ihn beschäftigt und nicht über die Dinge die andere gerne hören wollen. Die Geschichte um Maria ist teilweise etwas vorhersehbar und auch wenn ich das Ende schön fand, war der dortige Umschwung mir doch ein bisschen zu klischeehaft. Ansonsten war der Roman sehr gut zu lesen und hatte nicht so langatmige stellen wie ich es von anderen Coehlo Romanen gewohnt bin. Hier handelt es sich also um einen Roman, den ich euch durchaus weiterempfehlen kann und auch tue!


 

Einer meiner absoluten Lieblingsbücher: „Der Alchimist“ von Paulo Coelho!

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