„Marlene“ von Hanni Münzer

Vor einem Monat hat mich ein anderer Blog auf dieses Buch gebracht. Leider weiß ich nicht mehr welcher es war, sonst würde ich ihn natürlich hier verlinken. Nach einem Monat Lesezeit (es lag nicht am Buch, sondern an der Uni) möchte ich euch nun auch meine eigenen Eindrücke zu Hanni Münzers „Marlene“ zeigen.

Die junge Jüdin Marlene kämpft im zweiten Weltkrieg als Widerständlerin gegen die Nazis. Auf ihrem Weg nach Warschau wird sie eher unfreiwillig von der kleinen Trudi begleitet, die sich für unverwundbar hält und die beiden nicht nur einmal in eine Gefährliche Situation bringt. Zusammen mit dem Widerstand wollen sie die deutsche Armee schwächen und somit dem nationalsozialistischen Deutschland den Kopf brechen.  Marlene verfolgt zusätzlich Rachepläne gegen einen Albrecht Brunnmann, dem sie auch später begegnet, jedoch anders als erhofft. Sie wird gefangen genommen und nach Auschwitz gebracht, wo sie dann für ihn als Prostituierte arbeiten muss. Zuvor musste sie schon Leid ertragen, als sie von einem Grafen gefangen genommen wurde, der sie wegen ihrem Titel – Marlene ist eigentlich Anna von Dürkheim – ehelicht. In Auschwitz wird sie in einer separaten Baracke untergebracht, was unter den anderen Gefangenen nicht gern gesehen ist. Doch unter all den Schikanen die sie dort erleiden muss, erfährt Marlene auch wieder Liebe. Dr. Friehling, ein SS-Arzt,der sie mit seinem Handeln überrascht und in ihre Gefühle weckt,  die sie schon fast vergessen hatte. Zusammen planen sie einen Anschlag auf Hitler, bei dem jedoch so einiges schief läuft.  Marlene, die von Trudi getrennt und selbst wieder gefangen genommen wird scheint nun am Boden angekommen zu sein. Doch wie schon zuvor, schaffen sie es auch diesmal irgendwie wieder aufzustehen und weiter zu kämpfen.

„Marlene“ ist der Nachfolger von „Honigtot“, in dem es um die Geschichte von Deborahs Mutter Elisabeth und Albrecht Brunnmann geht. Deborah spielt in „Marlene“ nur kurz eine Rolle am Ende, ebenso wie ihr Bruder Wolfgang. Ich habe „Honigtot“ noch nicht gelesen, aber das war für die Geschichte in „Marlene“ kein Problem. Zumindest kam es mir nicht so vor, als würde ich irgendwas nicht verstehen. Dennoch denke ich, dass es zumindest in Bezug auf Marlenes (und Deborahs) Rachepläne für Brunnmann sinnvoll ist zuerst den ersten Teil zu lesen. Was mir persönlich sehr gut an dem Buch gefallen hat, waren die „Kriegsplitter“ – Informationshäppchen zum damaligen Krieg- am Ende eines Kapitels und die Zitate zu Beginn eines jenen Kapitels. Was mich hingegen etwas gestört hat, war das Ende. Hier wird von Marlenes Leben nach dem Krieg erzählt, was zunächst noch gut ist, doch ganz am Schluss, mit einem Interview und einer Rede, zieht es sich dann etwas. Die Autorin verpackt hierin ihren Friedens-Appell an die Leser, was sie auch in ihrem Dank nochmal erwähnt. Doch irgendwie war mir das für den Roman und die Geschichte um Marlene zu viel. Besser wäre es gewesen, ihren Appell als ihren eigenen hinzuschreiben, ohne den Roman in die Länge zu ziehen.

Auf goodreads hat das Buch von mir 3 von 5 Sternen bekommen, was einem „gefällt mir“ entspricht.


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Marlene: Roman (Honigtot-Saga, Band 2)

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