„Die Schönen und Verdammten“ von F. Scott Fitzgerald

Nachdem ich bereits Fitzgeralds „Der große Gatsby“ gelesen hatte und für sehr gut befunden habe, konnte ich natürlich nicht auf ein weiteres Buch dieses Autors verzichten. Also holte ich mir den 1922 erschienenen Roman „Die Schönen und Verdammten“ ins Regal, welcher oft als Spiegel für das Leben der Fitzgeralds bezeichnet wird.

Der Roman spielt sich in dem New York der 20er Jahre ab und spiegelt das Leben der damaligen Gesellschaft wieder. Der Schriftsteller Anthony Patch lernt die junge, begehrte, kühle  Gloria Gilbert kennen und nach ersten Abweisungen ihrerseits kommt es zu einer Verlobung und anschließender Hochzeit. Zusammen leben sie ein verschwenderisches Leben, wandeln von Party zu Party, von Dinner zu Dinner und führen langatmige Diskussionen. Über ihre Verhältnisse hinaus lebend, merken sie irgendwann das ihnen das Geld knapp wird und die Tatsache, dass Anthonys Karriere als Schriftsteller nicht genügend Geld einbringt führt zu immer häufigeren Streitgesprächen. Kurz vor der Pleite müssen die beiden New York verlassen, sie ziehen auf das Land. Man hofft auf das Erbe von Anthonys Großvaters, doch dieser enterbt ihn, da er schockiert über Anthonys Lebensstil ist und von ihm erwartet, ernste Arbeit zu verrichten, anstatt auf Kosten von anderen zu leben. Als der Großvater nun stirbt und alles einem anderen vererbt, fechten die Patchs diese Entscheidung an . Während sie auf eine Entscheidung warten, bricht der erste Weltkrieg aus und Anthony, dessen Ehe bereits unter einem schlechten Stern steht, wird eingezogen. Gloria will währenddessen Geld als Schauspielerin verdienen was ihr jedoch nicht gelingt.

Das Buch hat mir zuerst recht gut gefallen, aber irgendwann war ich genervt von den ständigen Streitereien die der Roman in sich birgt. Eine zickige und melancholische Gloria und ein Anthony der dem Alkohol verfallen ist, streiten sich ununterbrochen und kommen in ihrem Leben, sowohl in der Ehe als auch in der Karriere, nicht voran und geben sich gegenseitig die Schuld. Auch wenn der Roman im Prinzip genau von diesem Vergehen und dem Misserfolg im Leben handelt, ist es mir doch ein bisschen zu viel geworden. Ich will sagen, auch wenn Titel und Inhalt wie die Faust auf’s Auge passen, war der Roman wohl einfach nichts für mich.

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Melanie sagt:

    Huhu,
    der Roman klingt wie eine Biografie von F. Scott und Zelda Fitzgerald. Beider Leben war ja auch eine regelrechte Achterbahnfahrt. Den großen Gatsby mochte ich ja auch, aber von dem Buch nehme ich erstmal Abstand. 😊
    Danke für deine tolle Rezi!
    Liebe Grüße

    Gefällt 2 Personen

    1. Pialalama sagt:

      Ja, in meiner Ausgabe steht auch am Ende ein langer Kommentar zu dem Buch mit einer kleinen Biografie der Beiden…kam mir so vor als würde ich den Roman noch einmal im Schnelldurchlauf lesen. S. Scott deutet auch einmal an, dass es bei ihm und Zelda, wie bei Anthony und Gloria war ( allerding sagte er auch etwas später zu seinen Tochter (?), dass Gloria in keinster weise seiner Mutter gleicht…).
      Freut mich, dass es dir gefallen hat & danke für den Kommentar 🙂

      Gefällt 2 Personen

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