„Blut“ von Patricia Cornwell

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„Blut“ habe ich als Mängelexemplar günstig bei Osiander gekauft. Das Buch gehört zu einer großen Krimi-Reihe rund um die Pathologin Dr. Kay Scarpetta und ist davon der 19. Teil.  Von dieser Reihe besaß ich zuvor noch kein anderes Buch, und ich habe auch erst recht spät gemerkt, dass es zu einer Reihe gehört.  Die Bücher von Patricia Cornwell werden jedoch sehr stark gelobt.

Worum geht’s? Kay Scarpetta ist in privater Sache in Savannah unterwegs. Sie besucht die Mutter der Mörderin ihres Arbeitskollegen im Gefängnis. Diese wurde in den Hochsicherheitstrakt verlegt und erzählt davon, dass sie sich hier sehr unwohl und bedroht fühle. Obwohl sie eigentlich nicht vorhatte, länger in Savannah zu bleiben, wird Kay Scarpetta von einer Anwältin und ihrem Arbeitskollegen dazu angehalten zu bleiben. Offenbar scheint die Anwältin Jamie, die früher einmal mit Scarpettas Nichte liiert war, einen Beweis dafür gefunden zu haben, dass Dawn Kincaid, die Frau die Scarpettas Arbeitskollegen und weitere Menschen ermordet hat, auch an einem Mordfall in Savannah vor vielen Jahren beteiligt gewesen sein muss. Zudem will sie die für diese Tat verantwortlich gemachte Person vor der Todesstrafe retten. Zusätzlich kommt es zu einigen Todesfällen im Gefängnis. Irgendwie hängen all diese Dinge miteinander zusammen und Kay Scarpetta versucht mit ihren Kollegen sich selbst und andere zu beschützen und die Morde aufzuklären.

Quelle

Wie hat mir das Buch gefallen? Also, wie ihr vielleicht schon im vorigen Abschnitt gemerkt habt, ist die Geschichte etwas wirr und chaotisch. Leider konnte ich das Ganze nicht einfacher zusammenfassen, ohne dass ich alles verraten hätte.  Und genau das hat auf mich einen negativen Eindruck gemacht. Ich hatte das Gefühl, irgendetwas verpasst zu haben. Da wurden viele verschiedene Fälle aus der Vergangenheit beschrieben und plötzlich hängen sie alle miteinander zusammen. Zudem kam es mir so vor als würde man durch die Situation hindurchrennen. Kaum ist der eine tot, stirbt auch schon der nächste. Und wieder jemand. Und noch einer.  Das kann ja schon sein, man kennt es ja von Krimis mit Serienmorden, aber hier kam es mir irgendwie verfehlt vor.  Der Klappentext hat mir auch falsche Erwartungen gemacht und hätte deutlich besser sein können. Da wird von einer Mordserie im Gefängnis geschrieben und dass man froh ist die Unterstützung von einer guten Pathologin zu bekommen. Also. Die Serienmorde stellen sich erst recht spät als solche heraus. Man stellt einfach nacheinander fest, dass in den letzten Monaten mehrere Personen vor ihrem Tod durch die Giftspritze bereits im Gefängnis gestorben sind.  Die erste Hälfte des Romanes wird erst mal davon erzählt was wahrscheinlich in den Büchern davor passiert ist. Außerdem kam es mir nicht so vor, als würde irgendjemand um die Hilfe von Scarpetta in Bezug auf die Morde gehofft haben. Denn Jamie Berger wollte ihre Hilfe ja nur in Bezug auf den einen Mordfall in Savannah. Die Geschichte ist für mich einfach viel zu chaotisch. Ich war teilweise richtig verwirrt darüber, was denn jetzt der eine Fall plötzlich mit dem anderen zu tun hat und wieso jetzt plötzlich aus heiterem Himmel an mehreren Fällen gleichzeitig gearbeitet wird. Denn wie gesagt stellt sich erst zum Ende heraus welche Verbindung es zwischen den verschiedenen Todesopfern gibt.  Zwar war es mal abwechslungsreich, dass ein Kriminalfall nicht von der Polizei gelöst wird, sondern von den Forensikern, gleichzeitig war es dann aber zu wenig von dieser Seite.

Auf goodreads habe ich diesem Buch 2 von 5 Sternen gegeben, was einem „es war ok“ entspricht.

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