„Die Saat“ von Fran Ray

Ein Beispiel für ein grauenhaftes Buchende.

Wieder ein Roman den ich mir für wenig Geld auf dem Flohmarkt gekauft habe. Das Buch behandelt das Thema genetisch veränderter Saaten und den wirtschaftlichen Interessen diverser Unternehmen an solchen. Fran Ray hat dieses Thema in einen spannenden Thriller gepackt, in dem es um ein Rennen um die Zeit und Leben und Tot geht.  (Achtung, enthält Spoiler)

Quelle

In diesem Thriller werden die Schicksale mehrerer Personen miteinander verwoben. Da gibt es einen grausam ermordeten Genforscher und dessen Assistent und Mord-Zeuge der nun aus Angst vor seinem Leben auf der Flucht ist. Dann der freie Autor und Hauptcharakter  Ethan, welcher seine Frau tot in der Wohnung findet und eine unbekannte Frau deren Begegnung mit Ethan mehr als Zufall zu sein scheint.  Und zu guter Letzt wären da noch die Schicksale vieler afrikanischen Bürger die unter einer seltsamen tödlichen Krankheit leiden, was jedoch erst der Vorgeschmack auf eine Katastrophe ist .  Wie sich herausstellt gibt es eine Verbindung zwischen Ethans Frau und dem ermordeten Genforscher. Ethan will den Mörder seiner Frau finden und verfängt sich dabei immer mehr in die Machtspiele eines weltweiten Nahrungskonzerns und dessen perfide Pläne. Und es scheint offensichtlich, dass die Antwort auf die Frage nach dem Grund der Morde in den Forschungen des Wissenschaftlers liegen. Dieser hatte für eine Firma, welche Saatgut herstellt, einige Tests an Ratten durchgeführt, die jedoch alle starben. Schon bald wird Ethan klar, dass es um mehr geht, als um zwei ermordete Menschen und ein paar tote Ratten.

Meine Meinung zu dem Buch? Naja…
Nachdem das Buch eigentlich super angefangen hatte, war das Ende einfach grauenvoll. Als hätte die Autorin keine Lust mehr gehabt zu schreiben und sich nur noch ein kurzes Ende ersehnt. Mir kam das Ende schon etwas lächerlich vor, nicht zuletzt deshalb, weil die Hauptperson am Ende wie in einem Actionfilm sagt „Wir müssen die Welt retten“, sondern auch weil es einfach viel zu früh aufhört. Würde es einen zweiten Teil zu diesem Buch geben, wäre es nur halb so schlimm, aber es gibt nun mal keinen zweiten Teil. Da versucht der gute Mann eine schlimme Katastrophe zu verhindern und dann erfährt man nicht mal ob er es letzten Endes auch wirklich schafft und wie es der Welt danach damit geht. Wie es mit dem schuldigen Konzern weitergeht und so weiter.  Zudem haben mich die Persönlichkeits-Krisen der Charaktere sehr genervt. Ethan, der lieber alles alleine machen will und ohne absehbaren Grund die Polizei ohne Informationen stehen lässt.  Die ermittelnde Polizistin die unzufrieden mit ihrem Leben und ihrem Mann ist und sich ständig beklagt und noch weitere schlecht gelaunte Personen. Wenn EINE Person solch einen mies gelaunten Charakter hat – okay. Aber gleich drei oder vier? Nein, Danke!

Fazit: Auch, wenn die Geschichte an sich sehr spannend ist und mir vor allem die Thematik sehr gut gefallen hat, versauen das Ende und die schlechte Laune der Charaktere den Spaß an der Geschichte.

Auf goodreads habe ich dem Buch 2 von 5 Sternen gegeben, was einem „es war ok“ entspricht.

3 Kommentare Gib deinen ab

  1. Melanie sagt:

    So, da bin ich wieder! 😃
    Also, ich fand das ganze Buch grauenhaft. Der Protagonist kam so unsympathisch rueber, ich hab mich da nur durchgequält. 😅

    Gefällt 1 Person

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